Unternehmenskommunikation

„Gebrauchsanweisung für die Zukunft“

014 HirschmannMit großer Lust lese ich aktuell „Gebrauchsanweisung für die Zukunft – 5 Schritte, wie Sie Ihre Firma voran bringen“ von Vertriebs-Profi Wolf Hirschmann. Zwar habe ich das Meiste alles irgendwo schon gehört oder gelesen, doch der Inhaber der Marketing-Agentur slogan fügt es hier auf 300 Seiten so zusammen, dass ich auch nach einem konzentrierten Arbeitstag gut noch zehn, 15 Seiten verschlingen kann.

Mehr empfiehlt sich ohnehin nicht, weil sich das Gelesene auch setzen muss. Hilfreich sind die vielen Checklisten, die mit Fragen in die Reflexion der eigenen Unternehmung zwingen, oder die grau hinterlegten Textboxen, in denen quasi das Exstrakt für Schnellleser und „Überflieger“ steht. Letztere verpassen bei ihrer Hast aber manches Lesenswerte.

So hat mich das Scheitern von Charles Goodyear sehr angerührt, der bettelarm starb und doch den Grundstein für ein Imperium mit seiner Beharrlichkeit legte. Einfühlsam trotz aller Fakten hat der 58-Jährige, der beim renommuierten Haufe-Verlag  publiziert, viele Unternehmerviten skizziert und ausgewertet, um das Mysterium und Faszinosum des Unternehmertums zu extrahieren.

An vielen Stellen erkenne ich mich selbst wieder in meinen Selbstzweifeln, meiner Einsamkeit mit schwierigen Entscheidungen (die sich später meist zum Glück als richtig erweisen) oder meiner gelegentlichen Vermutung, nur von Ignorantenund Dilettanten umgeben zu sein. In diesem Sinn ist das Buch auch ein Therapeutikum.

Und da der FDP-Parteivorsitzende Christian Lindner ob der WAhlen in NRW jetzt und im September im Bund in aller Munde ist, ist auch ein Passus über das Scheitern in Hirschmanns Buch brandaktuell. So setzte der brilliante Kopf in der Phase der „new economy“ selbst ein Start-up, das sich mit Avataren in der virtuellen Welt befasste, binnn 18 Monaten grandios in den Sand, die KfW-finanzierte Moomax.

Ehrlich: Ich wusste das gar nicht. Was mir aber an Hirschmanns Buch gefällt, ist das Pladoyer für das Scheitern. Denn tatsächlich gelten Pleitiers in unserer Gesellchaft als Loser, denen wir in der Regel nicht über den Weg trauen und ihnen deshalb uch als Angestellte nur zögerlich eine Chance geben. In den USA dagegen, so Hirschmann, sind das – auf Grund ihrer Zusatzkompetenz – gefragte Kräfte.

Tatsächlich hatte ich 2001 bei meiner Gründung auch am meisten Angst vor dem Scheitern – und der Häme. Glückwunsch, Wolf, ein leseswertes Buch. Und Respekt für die Disziplin, mit der Du es geschrieben hast. Die hätte ich nicht, obwohl mir Schreiben wirklich leicht fällt.

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Oikocredit: Strategie für mehr Gerechtigkeit

013 Oikokredit mit GF
Die Mitglieder diskutieren kontrovers die Erwartung künftiger Dividenden: Am Pult der Vorsitzende Dr. Dieter Heidtmann und in der Mitte Schatzmeister Helmut Götz. FOTO: FROMM

Mit 125 weiteren Stimmberechtigten habe ich am Samstag an der Mitgliederversammlung des Fördervereins von Oikocredit Baden-Württemberg teilgenommen, der im Mai 2018 sein 40-jähriges Bestehen feiert . Der Verein umfasst aktuell 7323 Mitglieder (+ 470 binnen eines Jahres), die zusammen Genossenschaftsanteile im Wert von 132,6 Mio. Euro (+14,3 %) bei der internationalen Kreditgenossenschaft halten.

Insgesamt gibt es bundesweit acht solcher Fördervereine, die zusammen 24.752 Mitglieder (+5,2%) und 439 Mio. Euro (+12,8%) Einlagen haben. Damit sind die Baden-Württemberger mit im Schnitt 18.000 Euro Einlage je Person der stärkste Förderkreis bundesweit und die Deutschen innerhalb von Oikocredit die wichtigste Nation. Denn in Summe ist Oikocredit mit 1,2 Mrd. Euro (+17,8%) die weltweit größte Nicht-Regierungsorganisation in diesem Segment.

Oikocredit finanziert weltweit Mikrokredite für Frauen, die anders nicht an Kapital kämen. Gegründet wurde das Institut seinerzeit im Kontext des Weltkirchenrats. Die Hälfte der Kredite werden noch immer nach Südamerika vergeben. Mit 22 Prozent folgen Asien und mit 18 Prozent Afrika, wo sich das Engagement binnen dreier Jahre verdoppelt hat.

Aktuell liegt der Schwerpunkt territiorial auf Afrika und inhaltlich traditionell auf Existenzgründungen (78%). Immer sichtbarer aber werden strategische Investitionen in Landwirtschaft (15%) und erneuerbare Energien (4%), um strukturelle Veränderungen zu organisieren. Das Ziel für 2017, so der neue Vorstandsvorsitzende von Oikocredit International, der Niederländer Thos Gieskes, ist ein Wachstum von zehn Prozent. Noch wichtiger aber sei, die Bank zukunftsfähig zu gestalten.

Denn schon heute drücken niedrige Zinsen und Digitalisierung der Bankenbranche auf den Ertrag, der nur durch den Sondereffekt des Verkaufs einer Beteiligung in Kambodscha, was 22 Mio. Euro erbrachte, auf 27 Mio. Euro kam. Ohne diesen Effekt hätte sich der Überschuss gegenüber 2015 halbiert. Solche Sondereffekte durch Verkäufe werden immer wieder anstehen, da Beteiligungen strategisch ausgebaut werden.

Vor diesem Hintergrund diskutierten die Mitglieder kontrovers, ob sie weiterhin eine stabile Dividende von zwei Prozent wünschen, sofern der Jahresüberschuss das hergibt, oder diese senken und stattdessen lieber die Rücklagen stärken. Allerdings wehrten sich dagegen strategische Investoren, die bspw. die Rücklagen von Solarparks und anderen Genossenschaften hier parken und mit einer Dividende von zwei Prozent rechnen.

 

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Unsere Agentur ein Topp-Arbeitgeber

Lkw-Bau Büro
Lkw-Montage zur Überprüfung der Teamfähigkeit: Bei einem Forschungsprojekt hat unsere Agentur als besonders effizient abgeschnitten. FOTO: HS

Von der Hochschule für angewandtes Management in Berlin haben wir es jetzt schriftlich: Unsere Agentur der-Medienberater.de ist ein super sympathischer Arbeitgeber, bei dem sich alle wohlfühlen, diskret geführt werden und eigenveranwortlich sinnvolle Aufgaben erledigen. Ermittelt haben die Wissenschaftler dies per Fragebogen im Vorfeld, den jeder für sich ausfüllen musste unter Angabe seiner Funktion im Unternehmen, und einem Praxistest, bei dem wir nach strengen Vorgaben kleine Lkw montieren mussten.

Zu dem Projekt kamen wir über einen Kunden, bei dem die Wirtschaftspsychologen den Test gleichfalls machten. Und weil zu dieser Zeit noch vier von insgesamt 40 oder 50 Teams gesucht wurden, die je sechs bis zehn Mitglieder umfassen sollten, meldeten wir uns mit unserer achtköpfigen Agentur.

Offenbar waren die Berliner bereits nach Auswertung unserer acht Online-Fragebögen neugierig auf uns, weil sie nirgendwo sonst offenbar eine solche Homogenität antrafen sowohl innerhalb eines Teams wie auch zwischen Chefs und Angestellten. Während es anderenorts kaum einmal fünf identische Bewertungen oder Einschätzungen gab bzgl. Führungsstil oder Aufgabenstellung, waren es bei uns gleich acht Antworten, bei denen sechs bis acht Beteiligte identisch votierten oder fünf mit „sehr wichtig“ und drei gleich daneben mit „wichtig“.

Diese Homogenität spiegelte sich beim Praxistext wider, bei dem wir in unserem Büro in vier Durchläufen unter jeweils anderen Prämissen binnen zehn Minuten möglichst viele Lkw aus rund 20 Komponenten fertigen mussten. Dabei waren die Rollen verteilt auf drei Monteure, zwei Logistiker, eine Qualitätsbeauftragte und einen Chef, der ich war. Neben dem Ergebnis der korrekt montierten Lkw war wichtig, ob der erste Lkw binnen zwei Minuten fertig war und wieviele Komponenten am Ende an den Montageplätzen noch übrig waren.

Von Durchgang zu Durchgang steigerten wir uns von sieben über 14 auf 20 und schließlich 21 Lkw. Ab dem dritten Durchlauf hielten wir auch das Zeitlimit von unter zwei Minuten für den ersten Lkw und verbrauchten außer im dritten Durchgang, in dem ich wegen eines Mißverständnisses weiter Material nachliefern ließ, kaum ungenutzte Komponenten.

Den drei Forschern fiel auf, dass niemand im Team vor dem vierten Durchlauf wissen wollte, wo die bisherige Benchmark lag; dass ich meine Mitarbeiter eher beruhigte und lobte statt anzutreiben und dass alle sehr gut kooperierten und sich auf Veränderungen einstellten. So war die Ausgangslage so, dass an einem Produktionsplatz das Material für 80 Prozent des Lkw lag, während die anderen nur zehn Prozent hatten.

Via Logistik und Prozessoptimierung glichen wir diesen Nachteil aus und als Chef diente ich der Logistik als Zuarbeiter, weil diese in Summe den Engpass bildete, der vom QM/Controller gegen Ende so justiert werden muss, dass in den letzten 70 Sekunden nur noch auf Sicht Komponenten nachgeliefert wurden, die tatsächlich noch verbaut werden konnten.

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Konsum: Quadratur der Schizophrenie

Bereits zum wiederholten Mal gefällt mir ein Werbevideo von Edeka, das emotionalisiert und eine ethische Botschaft wie das aktuell hier gezeigte auf den Punkt bringt. Als Medienprofi kann ich nur bestätigen, dass dieser Weg der sympathischen Präsenz klug und richtig ist. Denn dass der Lebensmittler für gute Produkte und kompetenten Service steht, braucht man nicht mehr thematisieren.

Demnach ist das Video eine sympathische Erinnerung daran, dass es Edeka gibt – in Abgrenzung zu Rewe, Aldi & Co., die alle auch Umsätze machen wollen. Und da beginnt für mich die Schizophrenie: Edeka thematisiert im Video, Eltern sollen sich Zeit für ihre Kinder nehmen. Selbst aber weiten sie die Öffnungszeiten – im Wettbewerb mit Rewe, Aldi & Co. – bis 21 Uhr und später aus, einschließlich samstags. So bleibt Familien (noch) weniger gemeinsame Zeit.

Mehr noch: Die meisten von uns sind übergewichtig, die Kühlschränke immer voll und viele Lebensmittel werden weggeschmissen. Da wäre eher die B0tschaft angesagt, mal drei Tage gar nicht einkaufen zu gehen oder ein Jahr lang (!!!) keine Textilien zu kaufen, um Ressourcen (und Geld, das zuvor durch Nebenjobs dazuverdient werden muss) zu sparen und sich bewusst zu machen, wie viel (zuviel) man hat. Das wäre Pädagogik.

Aber der Widersinn hat noch viel mehr Methode: Vor zwei Wochen war ich beim Energiekongress des Einzelhandels in Köln.  Dort referierten Energiemanager von Aldi, C&A oder Shoppingcenter-Betreibern wie ECE wie sie Energie sparen oder regenerativ erzeugen, um das klimaschädliche CO2 einzusparen. Letztlich geht es hierbei nämlich um das Überleben der Menschheit auf diesem Planeten. Das wäre wahrlich ein wichtiges Weinachtsgeschenk, wenn uns das gelingt.

Und tatsächlich leisten die Verantwortlichen teils Erstaunliches. Doch andererseits werden viele CO2-Einsparungen durch wachsende Konsumansprüche (noch mehr Kühltheken, Backshops, Videowände etc.) nahezu neutralisiert. Und wenn man dann hört, wie etwa Beleuchtung von „Lightning-Managern“ eingesetzt wird, um satte Verbraucher, die nichts brauchen, zum Stoppen und Zugreifen zu bringen, frage ich mich schon, wie pervers und dekadent unsere Spezies ist.

Da referiert die Sustanability-Verantwortliche der marktführenden Shoppingcenter-Kette, wie die Hamburger nachhaltig bauen und über Steuerungstechnik etc. CO2 einsparen. Und niemand im Saal – oder die Referentin selbst – kommt auf die Idee, mal zu hinterfragen, welchen Geschäftszweck diese Konsumtempel verfolgen: Nämlich Menschen permanent zu verführen und zu manipulieren statt zu informieren oder gar zu bilden.

Zum Beispiel darüber wie Ausbeutungsstrukturen von Filialisten entlang der gesamten Wertschöpfungskette funktionieren, um T-Shirts und Hosen, die keiner braucht, für fünf Euro in ihren Stores zu verkaufen. Oder darüber, dass nicht Erwerb und Besitz glücklich machen, sondern Beziehungen und Gemeinschaft. Wir sollten uns gegenseitig bei Letzterem unterstützen statt beim Ausbeuten. Frohe Weihnachten. Hoho-hohoooo.

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80 Gäste bei unserem Agentur-Sommerfest

011 Sommerfest Tobias Köhler referiert
Tobias Köhler fasziniert die Besucher unseres Sommerfestes mit seinem Vortrag: Der Innovationsbeauftragte der Südwestdeutschen Medienholding gab tiefe Einblicke in die Zukunft der Medien. FOTOS: Spantig

Düsseldorf, Jena oder München – unsere Gäste haben teils weite Wege auf sich genommen, um am Freitag an unserem mittlerweile dritten Sommerfest der Agentur im Ambiente von „Raum & Zeit“ am Rems-Ufer teilzunehmen. Tobias Köhler, Chefstratege der Südwestdeutschen Medienholding, die u.a. Stuttgarter Zeitung, Süddeutsche und Rheinpfalz herausbringt, warf einen Blick in die Medienzukunft.

„Redakteure und deren Content bleiben wichtig, aber wir müssen immer mehr Kanäle bespielen“, so der Referent in seinem frei gehaltenen Vortrag vor den 80 Besuchern. Das Lkw-Attentat von Nizza am Tag zuvor hätten bspw. tausende Menschen auf ihren Smartphones teils live in ihre Communities gesendet. Da müsse Exklusivität einer Nachricht neu definiert werden.

011 Sommerfest Foyer (hoch)
Gute Gespräche und interessante Begegnungen: Unser Sommerfest bietet eine Plattform für den persönlichen Kontakt.

Schon heute arbeiteten Redakteure eng mit Technikern zusammen, die die einzelnen Nachrichtenkanäle bedienen, Filme und Fotos bearbeiten oder mit Communities kommunizieren, um sie als Follower zu gewinnen. Wichtig sei auch, einzelne Kanäle nur mit Nachrichten zu bestücken, die für deren Zielgruppe relevant sind. Immer wieder fragte Köhler in das Auditorium hinein, wer welchen Dienst nutzt, wodurch sich leicht Zielgruppen (und Generationen) definieren liesen.

Vor allem die Vernetzung mehrerer Techniken in Verbindung mit einer heute noch globigen Datenbrille, die vielleicht schon in fünf Jahren in eine filigrane Brille und in zehn Jahren in Contactlinsen integriert sein kann, machte die neuen Dimensionen deutlich. So kann man ein Konzert aus der Perspektive eines Rockstars erleben, der in die Gesichter zehntausender Fans blickt.

011 Sommerfest Zuhörer schreiben mit
Wenn die Kunden mitschreiben, war es wohl interessant (v.r.): Tempus-Chef Prof. Jörg Knoblauch, ÜAG-Geschäftsführer David Hirsch und der KEFF-Beauftragte von Ostwürttemberg, Dirk Zoller, mit seiner Partnerin.

Problematisch sei die Entwicklung, dass Marken verschwinden. So hätten Menchen immer häufiger etwas nicht in der Stuttgarter Zeitung, sondern „in Facebook gelesen“, etwas nicht in der ARD gesehen, sondern „bei Youtube“ und nicht mit einem Auto gefahren, sondern „mit Ueber“. Die Zukunft sei also ziemlich offen und „wer mit was wo Geld verdient“, noch lange nicht durchdacht. Klar aber sei, dass digitale Player sich immer massiver zwischen Dienstleister und Nutzer schieben.

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Energiewende wird ein Mammutprojekt

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Hat zum Beispiel in seinem neuen Edeka-Markt in Salach einen Eisspeicher installiert, dessen im Winter gesammelte Kälte (Frost) den Markt bis in den Sommer hinein kühlt: Energie-Pionier Manfred Gebauer.

Aktuell recherchiere ich für mehrere Zeitschriften unterschiedliche Themen rund um die Energiewende, die mir ein persönliches Anliegen ist. Dabei geht es um die Strompreisentwicklung (wird wegen der Umlagen für EEG und Netzentgelte weiter steigen), Speichersysteme, Last- und Energiemanagement oder die Frage, wo das Thema in Unternehmen verankert ist. Denn eine Beobachtung ist, dass es vom Hausmeister über den Facility Manager bis zur Geschäftsführung immer weiter nach oben rückt.

Bei meinen Recherchen merke ich leider auch, dass viele Firmen bei dem Thema mauern. So verkünden sie bspw. auf ihren Homepages, bis 2020 CO2-neutral sein zu wollen oder auf ein nachhaltiges Wirtschaften zu setzen, doch auf Nachfragen bekomme ich keine Antwort oder qualifizierte Ansprechpartner.

Umso erfreulicher war dieser Tage, an den Energieanalysten der Deutsche Bank Research heranzukommen, der erst vor wenigen Wochen eine 32-seitige Studie zum Energiemarkt veröffentlicht hat. Diese kommt sehr unaufgeregt und systematisch daher und empfiehlt beiden Seiten (Atomlobby und Regenerative), das Thema ideologiefrei zu betrachten. Seine Analyse ist Basis vieler Beiträge, die ich in den kommenden Monaten dazu schreiben werde.

Besondere Freude bereiten mir die Firmenbeispiele, in denen sich Firmen schon jetzt energieautark machen und beschreiben, wie das geht, was es kostet und welche Renditen und CO2-Einsparungen die Manahmen bringen. Sogar erste Vorträge vor Unternehmen und Bürgerenergiegenossenschaften halte ich zu dem Thema, um Nachahmer zu ermutigen und Wissen in die Breite zu tragen.

Ein Unternehmer, der Kältetechnik produziert und installiert, meinte kürzlich, ich wolle mit meinem Engagement die Welt retten. Das gefalle ihm. Ich habne ihm gesagt, wenn es stimmt, dass bislang 80 Prozent der Abwärme der Anlagen, die er installiert, nicht genutzt wird, weil seine Kunden darauf nicht achten, sei es mein Ziel, dass SEINE Kunden schon bald auch die Abwärme recyceln.

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Firma Bogenschütz gehören die Lacher

Den Trailer über die fiktive Textilfirma Bogenschütz auf der Schwäbischen Alb, die zum Globalisierungsopfer wird, möchte ich meinen Lesern nicht vorenthalten. In der Rolle des Seniorchefs brilliert Walter Schultheiss. Und nachdem ich es auch selbst vielfach mit inhabergeführten Mittelständlern zu tun habe, kann ich sagen, dass die Parodie gut getroffen ist.

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3XBanktechnik GmbH knüpft Branchennetzwerk

005 Workshop-Treffen in Ulm (Netz)
Für den Erfahrungsaustausch ist Vertrauen wichtig: Die Workshops der 3xBanktechnik beginnen immer mit einer Vorstellungsrunde, in der ein Netz geknüpft wird, das alle Teilnehmer trägt. FOTO: KNETTERMEIER

Vorbildlich finde ich die Initiative des Bankberatungs-Dienstleisters 3XBanktechnik, der aus dem Pool seiner bundesweit rund 220 Kunden seit bald zwei Jahren innovative Führungskräfte zusammenbringt. Jüngst trafen sich bei der Volksbank Ulm-Biberach wieder für 1,5 Tage Prokuristen und Bereichsleiter von Geno-Banken und Sparkassen aus dem gesamten Bundesgebiet zum „herrschaftsfreien Diskurs“.

Regelmäßige Teilnehmer sind auch Vertreter von Sparkassen-Verlag und Deutschem Genossenschafts-Verlag, die wiederum viel Branchen- und Insider-Wissen aus ihren Organisationen einbringen. Geprägt sind diese Treffen vom vertrauensvollen Austausch jenseits des Tagesgeschäfts und der Mitbewerber-Konkurrenz. Beim kreativen Nachdenken entstehen neue Ideen und Handlungsansätze.

Um diese Atmosphäre zu schaffen, arbeiten die Veranstalter auch methodisch. So beginnen die Workshops mittlerweile obligatorisch mit einer Vorstellungsrunde, in der die Teilnehmer sich gegenseitig vorstellen und bekennen, was aktuell Licht und was Schatten in ihrem Leben ist. Dabei werfen sie sich ein rotes Seil zu, so dass der Vorredner bestimmt, wer weiterspricht. Dadurch knüpfen die Teilnehmer symbolisch ein Netz, das jeden in der Runde trägt.

Seit Januar „macht“ unsere Agentur den Bankberatern einen Blog, in dem wöchentlich mindestens ein Beitrag aus dem Berufsalltag der Banker eingestellt wird, der zum Lesen, Weiterleiten, Verlinken und Kommentieren einlädt. Noch sind die Reaktionen im Netz verhalten, was dem Konservatismus der Branche geschuldet sein mag. In den kommenden Wochen werden wir dort über Themen wie Geldautomatensprengung, Filialschließungen, alternative Nutzungsformen und Kooperationen zwischen KSKs und Geno-Banken schreiben.

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PR-Job wird immer vielfältiger und schneller

Die PR-Plattform Mynewsdesk hat mehr als 2000 Journalisten aus aller Welt zu Trends im Journalismus befragt. Dabei herausgekommen ist u.a. dass Journalisten immer weniger Zeit haben, immer mehr Aufgaben erledigen müssen und für mehrere Publikationen gleichzeitig tätig sind. Für unser Redaktionsbüro kann ich diesen Trend bestätigen.

Dass wir dennoch in der Lage sind, Qualität zu liefern, liegt letztlich daran, dass unsere Redaktionsgemeinschaft (auf zuletzt acht Journalisten) wächst und sich immer intensiver austauscht, um Effizienzpotentiale zu nutzen. Elementar ist hierbei der Austausch von Redaktions- und Recherchekontakten bzw. die Spezialisierung innerhalb unseres Teams etwa auf Pflege und Gesundheit, Energieeffizienz oder Logistik.

Das geht so weit, dass wir mit der Pflegebibel seit März 2015 ein eigenes Online-Magazin herausbringen und einzelne Redaktionen energieintensiver Branchen das komplette Thema Energiemanagement an uns auslagern. Das macht es für uns wiederum attraktiv, uns tiefer in Themen einzuarbeiten, und leichter, mit interessanten Firmen in Kontakt zu kommen.

Laut Journalistenbefragung schreiben und redigieren übrigens 98 Prozent aller Kollegen, 60 Prozent befassen sich mit Social Media, 51 Prozent fotografieren, 38 Prozent analysieren Daten (dazu gehört vermutlich auch Clipping), 29 Prozent produzieren Videos und 18 Prozent designen Graphik. Fast alles findet auch bei uns im Büro statt. Teilweise kooperieren wir aber auch mit (Werbe-)Agenturen, um  unseren Fokus auf Content scharf zu halten.

 

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Landesseniorenrat und Pflegebibel eng beisammen

008 mit Karl-Otto Völker
Manchen gemeinsame Sache: Der 2. Vorsitzende des Landesseniorenrats, Karl-Otto Völker (l.), und der Herausgeber der Pflegebibel, Leonhard Fromm, wohnen beide in Schorndorf und finden auf Anhieb etliche Anknüpfungspunkte für Kooperationen. FOTO: CC

Schon einige Zeit war klar: Der 2. Vorsitzende des Landesseniorenrates (LSR), Karl-Otto Völker, wohnt in Schorndorf wie ich. In der Geburtsstadt von Gottlieb Daimler hat deshalb auch unsere Pflegebibel seit ihrer Gründung im März 2015 ihr Redaktionsbüro. Am Montag, 23. Mai, kam nun der SPD-Stadtrat und frühere AOK-Landespressesprecher zum Meinungsaustausch in die Redaktion.

Günstig für uns: Der LSR hat mit „Im Blick“ eine viermal jährlich erscheinende Publikation, in der Völker unser Online-Magazin vorstellen will, damit es weitere Bekanntheit erfährt. Denn Klicks – aktuell 13.000 Leser im Monat – sind die Währung, die uns relevant macht für Leser, Politiker oder Anzeigenkunden. Und allein im Südwesten leben 2,7 Millionen Rentner.

Weil auch diese Senioren immer häufiger online gehen, könnte hier eine Medienpartnerschaft entstehen. Denn für Themen, Ideen und Anregungen von außen ist unsere Redaktion ebenso offen, wie wir gerne bei LSR-Veranstaltungen referieren und mit deren Teilnehmern (kontrovers) diskutieren, schließlich bekommen wir sehr viel mit über Praktiken, Probleme, Lösungen und Trends.

Der 70-jährige Völker ist ein gutes Beispiel für die „modernen Alten“: Er hat jede Menge Berufserfahrung, bundesweite Kontakte und die nötige Zeit und den politischen Willen, Prozesse zu gestalten. Bei der AOK führte der gelernte Sozialversicherungskaufmann einst Öffentlichkeitsarbeit ein, als die Krankenkasse „noch eine Behörde war und wir hinter dem Schalter weiße Kittel getragen haben.“

Im Outfit des Gottlieb Daimler führt der Sozialdemokrat, der für seine Partei seit 1978 im Stadtrat und im Kreistag sitzt, rund 100 Mal im Jahr Touristen und Interessierte durch die Stadt. Unserem Agenturteam hat er eine solche Führung spontan angeboten, wo wir doch gerade darüber sprachen, was wir miteinander und füreinander tun könnten. Eine Menge.

 

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